Kolumne: „Wie entsteht ein abstraktes Bild?“

Oft werde ich gefragt, wie meine autonomen Malereien entstehen, ob ich einen Plan habe oder einfach „drauf los“ male.

Die Antwort auf diese Frage ist nicht ganz so einfach. In diesen Bildern geht es mir nicht darum, etwas abzubilden, sondern ums Bilden. So ein Kunstwerk muss aus sich selbst heraus entstehen. Die Mittel und Medien der Malerei wollen ausgetestet werden. Die Konzentration gilt der Sprache und Komposition der „Bildgegenstände“.

Jedes der Bilder durchläuft zahlreiche Etappen. Es kostet oft wochen- oder gar monatelange Arbeit, bis eine Arbeit „fertig“ ist:

  • Zu Beginn setze ich einen ersten spontanen Gestus auf das Papier oder die Leinwand.
  • Darauf reagiere ich mit Farben, Pigmenten und Strukturpasten.
  • Das Bild entsteht in einem Prozess – von leise zu laut, von hell zu dunkel.
  • Die Farbe wird großflächig aufgestrichen, gespritzt, gegossen, gespachtelt, gekratzt, verwischt und so weiter. Der Pinsel kommt dabei selten zum Einsatz. Ihr solltet mal meine Hände nach so einer Session sehen…
  • Gerne nutze ich auch große Spachtel, diverse Kämme, Gabeln, Schwämme und alles, was mir im Haushalt in die Finger gelangt.
  • Mein Ziel ist es, differenzierte Farbflächen entstehen zu lassen.
  • Dabei verwende ich eine für mich typische Farbpalette: Schwarz und Weiß, Rot-, Braun-und Grautöne gemischt mit knalligen Farbakzenten.

In den Bildbeispielen erkennt ihr gut, wie sich meine Malereien entwickeln:

Ich hoffe, ihr habt jetzt eine Vorstellung davon, wie meine Malereien entstehen und was für eine Arbeit dahinter steckt.

Bis zum nächsten Mal!

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